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Satmap Active 12 GPS hilft dabei den SAXOPRINT PfalzTrail, einen der 40 weltweit schönsten Trails, vorzubereiten!

Ein Bericht von Dr Peter Dück,  Stellvertretender Vorsitzender Pfalztrail e.V.

Der SAXOPRINT PfalzTrail, die überregional bekannte Trail-Veranstaltung für Läufer und Walker, fand in diesem Jahr am Samstag, dem 17. September statt (http://www.pfalztrail.de). Es war eine rundum sehr gelungene und erfolgreiche Veranstaltung.  Bei der Vorbereitung und der Durchführung haben unser Satmap Active 12 GPS Geräte eine wichtige Rolle gespielt.    Dr. Peter Dück, der Strecken-Chef, hat uns darüber einen Bericht geliefert.   Wir bedanken uns bei ihm und seinem Team für ihre nette Kooperation und wünschen Erfolg bei den Vorbereitungen für 2017!

Satmap im Einsatz v3
Dr. Peter Dück mit Satmap Active 12

Die Satmap-Geräte verwende ich privat schon seit einigen Jahren. Als ich die Verantwortung für die Strecke des PfalzTrails (www.pfalztrail.com) übernahm, setzte ich meine Geräte vor allem bei der Erkundung der Streckenführung ein. Die erste Streckenführung des Pfalztrail im Jahr 2012 bewegte sich vorwiegend auf Forststraßen, weil wir erst lernen wollten, wie die Sicherheitskonzepte im Wald umgesetzt werden können und große Teile der Strecke auch mit Geländefahrzeugen überwachen wollten. Im Jahr 2013 habe ich dann systematisch die Strecken auf Wanderwege und kleine Pfade (Single Trails) verlegt. Es ist gar nicht so einfach eine 85 km lange Strecke kreuzungsfrei durch ein begrenztes Waldgebiet zu führen. Viele alte Wege existieren nicht mehr oder sind mit gefallenem Holz bedeckt. Die Karten sind oft bei Pfaden sehr ungenau, notwendige Verbindungen müssen neu erschlossen werden, was in einem Naturpark einige Diskussionen hervorruft. In dem Jahr bin ich (per Satmap nachgemessen) ca. 1000 km durch den Wald gestreift, bis die neue Strecke stand.

Diese neue Strecke ist für Mittelgebirgsverhältnisse in vieler Hinsicht herausragend gelungen. Wir haben einen Pfadanteil von mehr als 40%, die Strecke ist anspruchsvoll mit 2440 Höhenmetern und sie ist landschaftlich sehr reizvoll, da sie von dunklen Waldschluchten bis zu fast mediterranen lichten Baumbeständen, bizarren Felsgebilden und Weitsicht über die Rheinebene viel Abwechslung bietet. Die zehn Versorgungsstationen werden von ehrenamtlichen Helfern mit pfälzischer Herzlichkeit bedient. Insgesamt sind ca. 160 Helfer im Einsatz. Der bekannte Extremläufer und Buchautor Norman Bücher hat unsere Strecke in sein neues Buch der 40 weltweit schönsten Trails aufgenommen (http://www.norman-buecher.de/angebote/buecher.html), sodass wir in einer Reihe mit dem Ultratrail® du Mont Blanc und anderen berühmten Ereignissen dieser Art genannt werden.

Bedrohung 2 Ver 2
Gefallenes Holz. Briard-Husky Bonnie schaut die Baustelle an.

Im waldreichen Mittelgebirge gibt es besondere Herausforderungen, den Teilnehmern eine sichere Strecke anzubieten. Dazu ist viel gefallenes Holz, das manchmal Pfade unpassierbar macht zu entfernen. Entlang der Strecke steht in jedem Jahr viel Totholz, das potentiell gefährlich ist, weil es speziell bei schlechten Wetterbedingungen unvermittelt auf die Strecke fallen kann und Läufer, die zufällig dort unterwegs sind, schwer verletzen könnte. Zwar betritt nach dem deutschen Waldgesetz jeder Besucher den Wald auf eigenes Risiko bezüglich solcher „waldtypischen“ Gefahren. Doch für uns ist die Haftungsfrage nicht allein ausschlaggebend für die Sicherheitsanforderungen, speziell bei einem solchen Großereignis. Der Forst und die Gemeinden haben sehr beschränkte Budgets und können nur das Allernötigste tun. Also sind wieder ehrenamtliche Helfer gefragt, in wochenlangen Einsatz die aus unserer Sicht notwendigen Sicherungsarbeiten durchführen. Das gesamte Streckennetz für alle Disziplinen ist 93 km lang, so haben wir in jedem Jahr typisch ca. 250 „Baustellen“ im Wald, wo oft mehrere Bäume von dünnem Schwachholz bis hin zu größeren Kalibern gefällt werden und von der Strecke geräumt werden müssen sowie Wege vom Bewuchs mit Brombeeren befreit werden müssen, damit sie passierbar sind.

BaustellensucheV2
Baustellensuche

All das geschieht in unübersichtlichem, zuweilen steilem Gelände und mit schwerem Gerät, das oft zu Fuß zur Baustelle transportiert werden muss.  Und hier kommt wieder das Satmap ins Spiel. Die Arbeiten beginnen jedes Jahr mit Streckenbegehungen, wo zunächst die Gefahrenstellen aufgespürt und mit ihren GPS-Daten erfasst werden müssen, damit sie später auffindbar sind und abgearbeitet werden können. Anhand von Karten werden optimalen Zufahrten ausgetüftelt, um die Zugänge zu Fuß so kurz wie möglich zu gestalten. Bei den Fahrten im Wald ist bei dem verschlungenen Netz von Forstwegen dann eine sichere Navigation unabdingbar. Zufahrten müssen nach der Befahrbarkeit klassifiziert werden, die sich ständig verändert, speziell nach Schlechtwetterperioden. Hier bewähren sich die großen Kartendarstellungen und die Möglichkeit des Satmap umfangreiche Daten zu speichern und zu verarbeiten ganz besonders.

Wenn die Sicherheitsarbeiten erledigt sind, gibt es noch eine „heiße“ Woche vor den Läufen, in der die die Streckenführung mit rotweißen Flatterbändern und ausgestreuten Mehlpfeilen zur Richtungsweisung markiert werden müssen. Bei Regen sind wir oft vor den Läufen noch bis spät in die Nacht unterwegs! In der Früh um 2 Uhr beginnt dann die letzte Streckenkontrolle. Hier ist eine ausgetüftelte Logistik gefragt, um die Helferteams optimal einzusetzen. Das wäre ohne Geräte wie dem Satmap gar nicht zu bewerkstelligen.

(Hauptfoto:  Claus Wagner, Vereinsvorstand,  mit seinem Husky Scotti)
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